Vorwort zur 2. Auflage (2004)

Beim 109. Familientag 2002 in Meisdorf bei Ballenstedt/Harz wurde eine Fortschreibung der Familiengeschichte beschlossen. Als erster Schritt dazu sollte eine Kopie der vergriffenen 1. Auflage des  „Kretzschmar“ er­stellt werden, weil diese den meisten Familienmitgliedern gar nicht mehr bekannt war. Ferdi­nand 4. - Rodehlen und seine Frau Bettina schrieben das ganze Werk ab; und Alvo 9. - Fal­kenberg er­zeugte aus einer von ihm geführten Verwandtendatei die zugehörigen Stammtafeln, sortiert nach den Stammhäusern der Familie von I bis XV.  Die vorliegende 2. Auflage enthält nun praktisch den vollständigen Text der 1. Auflage. Da­bei wurden natürlich alle in der ersten Auflage bekannt gewordenen Fehler bei Namen und Daten korrigiert.  Es erwies sich aber als zweckmäßig, einige Vorarbeiten für die weitere Fortschrei­bung der Familiengeschichte bereits in die 2. Auflage aufzunehmen. Die wichtig­sten Änderungen sind folgende:

1. Die Stammtafeln enthalten bereits die jüngeren Generationen, d.h. alle nach 1928 und bis Anfang 2004 geborenen Mitglieder der Familie.

2. Die Numerierung der männlichen Vornamen wurde von römischen auf arabische Ziffern umgestellt. Zugleich wurde die Vornamen-Bezifferung entsprechend der Geburtsreihen­folge fortgeschrieben. Wie schon in der ersten Auflage üblich, werden Vornamenziffern nur vergeben, wenn ihre Träger die Volljährigkeit erreicht haben.

3. Um die Übersicht in den Stammtafeln zu erleichtern, wurden eigene Stammtafeln ange­legt für einige Zweige der Familie, die nicht mehr auf den Stammgütern ansässig waren,. So entstanden die Tafel

  • VI a Rodehlen, abgezweigt von VI Neugattersleben,
  • VII a Gohlis und VII b Schollene, abgezweigt von VII Calbe a. d. M., 
  • XII a Rodameuschel, abgezweigt von XII Schochwitz,
  • XIII a „Potsdam“, XIII b „Wien“ und XIII c „Magdeburg“ als (im Namensträger­stamme erloschene) Abzweige aus XIII Redekin,
  • XIV a Wittenmoor, XIV b Falkenberg, XIV c Sülldorf und XIV d Glauchau, alle ab­ge­zweigt von XIV Erxleben II

4. In den Stammtafeln sind auch die Todesdaten der nach 1928 verstorbenen Mitglieder ein­getragen, soweit diese bekannt geworden sind. Die Bemerkung „lebt“ setzt das verwen­dete Computerprogramm ein, wenn kein Todesdatum angebbar und die im Programm an­genommene Höchstlebensdauer nicht überschritten ist.

5. Männer und Frauen werden grundsätzlich gleichrangig behandelt. Für Paare wird stets nur eine gemeinsame Kennzeichnung verwendet, unter der beide Partner zu fin­den sind. Das Stammhaus ist durch eine römische Ziffer bezeichnet, die einzelnen Per­so­nen durch eine hinzugesetzte arabische Ziffer.  (Beispiel: Mit X 13 wird das Ehepaar Ro­derich 1. v. Al­vensleben und seine Gemahlin Auguste Schulz bezeichnet, Haus X = Zichtau-Berge, wie in der ersten Auflage dieses Werkes).

6. Soweit bekannt, sind die Stammtafeln bei Nicht-Namensträgern immer bis zur ersten Ge­neration nach dem letzten Namensträger fortgesetzt, einschließlich der jeweiligen Ehe­partner fremden Namens. Damit soll erleichtert werden, die verwandtschaftli­chen Pfade in andere Familien hinein zu verfolgen. Beispiel: Amalie v. Alvensleben, (Haus Wolters­dorf,  1792 – 1854), heiratete 1816 Herrn Georg Wahlert. Die gemein­same Tochter Klara Wahlert heiratete 1846 Herrn Ludwig v. Borcke. Dieses Ehepaar ist in der Stammtafel noch verzeichnet, nicht aber deren (zahlreiche) Nachkommen.

7. Alle Personen sind unter ihrem Geburtsnamen eingetragen; in der Regel ist das der Name ihres gesetzlichen Vaters. Die Stammtafeln stellen grundsätzlich die genetische Ver­wandtschaft dar, soweit diese bekannt ist. Adoptionen von Nicht-Blutsver­wandten sind deshalb nicht enthalten.                                                              

Den Autoren des verwendeten Computerprogramms ADAM (Ahnen-DAten-Manager), Herrn Raimund Seisenberger und Herrn Helmut Ramsauer danken wir für die freundliche Genehmi­gung zur kostenlosen Benutzung  ihres Programms. Die mit Hilfe des Programms ADAM erzeugte Verwandtendatei (Umfang: 1 Megabyte) enthält (Stand: Frühjahr 2004) 6300 Personen in mehr als 50 Generationen zurück bis in das 7. Jahrhun­dert. Unter „lebt“  sind mehr als 1500 Personen verzeichnet. Die Datei wird laufend bei Alvo 9. aktualisiert und kann per E-mail oder auf Diskette oder CD  (Compact Disk) auf Anfrage über­sandt werden. Auszüge, beschränkt auf Vorfahren und/oder Nachkommen jeder Person der Datei lassen sich leicht herstellen.  

Möge die neue Ausgabe des „Kretzschmar“ dazu beitragen, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Familienmitglieder neu zu beleben, die Hilfsbereitschaft untereinander zu fördern und den nach­wachsenden Generationen die Verantwortung bewußt zu machen, die ihnen auferlegt ist durch die Abstammung aus einer Familie, aus der viele bedeutende Persönlichkeiten in der Geschichte unseres Volkes hervorgegangen sind.  

Alvo 9. v. Alvensleben, Haus Falkenberg                                    Ferdinand 4. und Bettina v. Alvensleben, Haus Rodehlen