Grabdenkmäler in der Marktkirche in Bebertal-Alvensleben

Grabstein für Johann (Hans) v. Alvensleben 1553Die Alvensleben waren von 1534 bis 1598 Pfandbesitzer der Burg Alvensleben und haben dort auch gewohnt. In dieser Zeit starben mehrere Kinder, die in der dortigen Marktkirche beigesetzt wurden und deren Grabsteine noch erhalten sind.  Die nachfolgenden Positionen 1-3 sind bei Harksen (Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben, Leipzig 1961, S. 137) beschrieben, Nr. 4 und 5 sind erst um 1980 bei Renovierungsarbeiten entdeckt worden: 

1.        Epitaph für Hans v. Alvensleben (geb. 1552, gest. 1553), Sohn von Joachim I. v. Alvensleben (1514-1588) an der Westwand der Kirche im Herrschaftsstuhl. Kiefernholztafel 64 cm hoch, 37 cm breit, mit Alvenslebenschen Wappen und Inschrift. Die Tafel hängt nicht mehr in der Kirche und ist vermutlich zerstört oder verschollen.  

2.        Grabstein für Johann v. A. (identisch mit Hans v. A.), 1927 vor dem Altar ausgegraben, eingemauert unter der Empore der Nordwand, 92 cm hoch, 63 cm breit, Sandstein, Standfigur im Hochrelief eines Kindes im Röckchen. In den oberen Ecken die Wappen Alvensleben und Bartensleben (Mutter des Verstorbenen). So stark verwittert, dass Wappen und Inschrift fast unkenntlich. Linke Fußspitze abgebrochen.  

 

 

Grabstein für Ludolf v. Alvensleben 1593

3.        Grabstein für Ludolf v. Alvensleben (geb. 1592, gest. 1593), Sohn von Ludolf XIII. v. A. und Elisabeth v. d. Schulenburg, Enkel von Joachim I. Ludolf XIII. v. A. war wohl nach dem Tode seines Vaters (1588)  bis 1598 noch Pfandbesitzer der Bischofsburg. 1927 vor dem Altar ausgegraben, eingemauert an der Südwand unter dem vierten Fenster von Osten, 1,36 m hoch, 86 cm breit, Sandstein. In der Mitte des Steines das tote Kind in Hochrelief in ganzer Figur. Wappen links oben Alvensleben, rechts oben Schulenburg und unten zweimal Bartensleben (die beiden Großmütter).  

 

 

 

 

 

 

 

 

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