Nicht mehr vorhandene Gedenktafeln

Gedenktafel für Busso den Reichen v. Alvensleben (urk. 1485-1534)

Image Image Es handelt sich um eine bemalte Holztafel mit dem Alvenslebenschen Wappen, unter ihm die Inschrift: ANNO 1535 IST DER EDLER GESTRENGER V. ERNVESTER BVSSO VON ALVENSLEVE HEINRICHS SELIGER SON ERBGESESSEN ZU ERKXLEVE IN GOTT VERSTORBEN  LEIDT ZV MARIENDAHL IM KLOSTER BEGRABEN DER HAT DIESE KIRCHE IN SEINEM TESTAMENT REICHLICH BEGABET DES SEELEN GOTT DER HERR GNEDIG SEY.

Die Tafel wurde vermutlich schon von Joachim I. (1514-1588) in der Kirche angebracht (Udo v. A.-Wittenmoor, 1957, S. 6). Sie hing rechts neben dem Altar. Bei der Plünderung der Kapelle nach dem Krieg abgehängt stand sie 1946 noch auf einer Bank rechts neben dem Altar (siehe Bilder).

 

 Gedenktafel für Joachim III. v. Alvensleben (1612-1645)

ImageSie wurde von Hildebrandt (1868, S.87-88)) wie folgt beschrieben: „Rechts von der Kantzel hängt an der Wand eine einfache schwarze Holztafel, auf welche die Wappen derer v. Alvensleben und v. d. Schulenburg gemalt sind, mit der Unterschrift (lateinische große Anfangsbuchstaben):

An. 1612. d. 20. feb. ist in dieser welt gebohren der hochedle gestrenge v. vester joachim v. alvenschleben gebhart johans selichr sohn auf Arxleben am 10. decembris anno 1645 selich in Gott entschlafen seines alters 33 jahr 10 monat liget alhier nebest seinen grosvater Joachim von Alvenschleben seine hinterlasne witwe ist die hochedtele vielehr v. tugentreche frawen Ehrengardt geborne v. d. Schulenbvrg vom havss Altenhavsen mit welcher er gezevget 2 söhne v. 2 töchter Gebhart Johan v. mattias item Gertrudt Margreten u. Catharinen Ehrengart desse sele in Gottes hant. – 1657.“

Der Tatbestand, dass die Hinterbliebenen 1657 diese Tafel anbringen ließen, lässt vermuten, dass der heute sichtbar aufgestellte Grabstein von Joachim III. v. Alvensleben ursprünglich nicht sichtbar unter dem Kirchenfußboden lag.

Die Tafel wurde schon von Zarnack (Bd. IV, 1776, S. 373) erwähnt. Zu seiner Zeit hing sie neben dem Grabstein von Joachim III. Möglicherweise wurde sie an ihren späteren Platz neben der Kanzel umgehängt, als dem benachbarten Epitaph Gebhards XXI. die Bilder der Verstorbenen seitlich angefügt wurden. Das Bild Gebhards XXI. hätte dann die Tafel überdeckt.

Bei Harksen (1961) ist die Tafel nicht mehr erwähnt, aber auf Vorkriegsbildern der Kapelle noch zu sehen – allerdings nach oben ergänzt um eine weitere Tafel mit 16 (?) Ahnenwappen. Da Hildebrandt (1868) diese noch nicht beschreibt, ist anzunehmen, dass sie erst nach 1868 dort angebracht wurde.

Inzwischen (März 2009) wurde die Tafel – allerdings ohne die Wappentafel und renovierungsbedürftig – im Hausmannsturm wiederentdeckt. Es zeigt die Wappen Alvensleben und Schulenburg. Die Inschrift ist nicht mehr zu erkennen. Image


Wiedergefundene Gedenktafel für Joachim III. (1612-1645)