Grabstein für Kuno v. Alvensleben (1588-1638) an der Schlosskirche in Wittenberg

Grabstein für Kuno v. Alvensleben

Kuno v. Alvensleben war ein Sohn von Gebhard XXII. a.d.H. Neugattersleben und dessen zweiter Frau Helena Hahn, Domherr in Magdeburg und Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft. Er starb am 13.3.1638 in Calbe (Saale) und wurde in der Schlosskirche Wittenberg beigesetzt. Offenbar war er mit Wittenberg besonders verbunden, weil er dort schon studiert hatte. Ursprünglich befand sich der Grabstein innerhalb der Kirche und wurde später mit vielen anderen Steinen an der Außenwand des Chores aufgestellt. Dabei ist er wohl zerbrochen, aber wieder zusammengesetzt worden.  

Die Inschrift lautet: ANNO 1638 DEN XIII. MARTII ZU ABENDTS VM VII VHR IST ZU CALBE IM HERN SELIG ENTSCHLAFFEN DER WEILANDT HOCHEDLE GESTRENGE VND VESTE HERR CUNO VON ALVENSLEBEN VF NEUGATTERSLEBEN, KALBE IM WERDER VND RANDOW DE…………………. BISCHOFLICHEN ….. ZU MAGDEB. THUMHERN UND SENIOR. SEINS ALTER 50 IAHR. 

An den Seiten der Inschriftentafel sind 16 Ahnenwappen angebracht:

  • Väterliche Ahnenwappen (links): 1. Alvensleben, 2. Bartensleben, 3. Wenden, 4. Hardenberg, 5. Bülow, 6. Schulenburg, 7. Veltheim, 8. Cramm
  • Mütterliche Ahnenwappen (rechts): 1. Hahn, 2. Maltzahn, 3. Quitzow = 8, 4. Bülow, 5. zerstört = Blanckenburg? , 6. Alvensleben, 7. Maltzahn, 8. = 3 (Quitzow) 

Die Angaben sind nach heutigem genealogischen Kenntnisstand nicht ganz korrekt. Auf der väterlichen Seite müsste bei der Nr. 8 statt Cramm das Wappen der Salome v. Haus stehen und auf der mütterlichen Seite bei der Nr. 8 statt Quitzow das Rohrschsche Wappen.