Fenster in der Evangelischen Dorfkirche Demnitz, Landkreis Oder-Spree

ImageDas Pfarrsprengel Demnitz bestand früher aus den Gemeinden Demnitz, Steinhöfel und Falkenberg, die zwar jeweils eine eigene Kirche besaßen aber von einem Pfarrer betreut wurden. 1894 erwarb Joachim v. Alvensleben (1856-1932) das Gut Falkenberg und damit auch das Patronat über die dortige Kirche. Als 1909 die Dorfkirche in Demnitz erneuert wurde, stiftete er als Zeichen der engen Verbundenheit mit der Gemeinde Demnitz ein Kirchenfenster. Es befindet sich an der Ostseite rechts hinter dem Altar und stellt das Alvenslebensche Wappen dar.

In der Kirche befanden sich an einer hölzernen Empore 22  geschnitzte farbige Wappen von Demnitzer Patronatsfamilien aus der Renaissancezeit, die 1909 um weitere vier Wappen ergänzt wurden. Weiterhin gab es an der Nordwand drei bleigefaßte Fenster mit Patronatswappen, die jedoch 1945 vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren gingen und durch Sprossenfenster ersetzt wurden. Offenbar wollte der Stifter des Wappenfensters an diese Tradition anknüpfen.

Literatur:

  • Rudolf Oswald: Chronik der Demnitzer Kirche. Unveröffentlichtes Manuskript. Demnitz (um 1995), 8 S.
  • Meldebogen über den Zustand kirchlicher Gebäude (hier Kirche Demnitz) vom 2. August 1955, ausgefüllt von Pfarrer Claus Sperling (Pfarrarchiv Demnitz).