Friedrich  v. Alvensleben (1837-1894)
Generalleutnant

Friedrich, genannt Fritz, wurde am 7.8.1837 in Weteritz geboren. Er war das elfte Kind von Wilhelm Graf v. Alvensleben-Isenschnibbe (1798-1853) aus Weteritz und der späteren Oberhofmeisterin Auguste Gräfin v. Alvensleben-Isenschnibbe, geb. Gräfin v. Osten-Sacken (1804-1890). Sein jüngerer Bruder war der Generalleutnant Alkmar v. Alvensleben (1841-1898). Zwei seiner Brüder fielen 1870 im deutsch-französischen Krieg in den Schlachten von Mars la Tour und Gravelotte. 

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Stendal trat er in das Kadettencorps Berlin ein, wurde 1856 Portepeefähnrich im 1. Garderegiment, 1857 Sekondeleutnant, 1866 Premierleutnant im 2. Thüringischen Infanterieregiment Nr. 32 und 1869 Hauptmann und Kompagniechef. Als solcher nahm er 1866 an den Kämpfen der Mainarmee, 1870 an allen großen Kampfhandlungen des Infanterieregiments Nr. 32 teil. 1879 wurde er Major, 1883 Bataillonskommandeur im 2. Oberschlesischen Infanterieregiment Nr. 23, 1886 Oberstleutnant im Grenadierregiment Nr. 9 in Stargard, 1888 Oberst und Kommandeur des Infanterieregiments Nr. 13 und 1891 Generalmajor und Kommandeur der 39. Infanteriebrigade. 1894 wurde er mit dem Charakter als Generalleutnant zur Disposition gestellt, er starb aber sehr bald – unvermählt - am 5.10.1894 in Hannover im Alter von 57 Jahren und wurde in Polvitz beigesetzt. 

Friedrich von Alvensleben galt als energischer und tapferer Soldat in Krieg und Frieden. Aufsehen erregte er als Regimentskommandeur in Münster, als er Streikunruhen im Kohlenrevier geschickt und rasch beilegte und auf Anfrage der Regierung mit einem Telegramm antwortete: „Hier ist alles ruhig, nur die Regierung nicht!“

Literatur

  • Hellmut Kretzschmar: Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben seit 1800. Burg 1930, S. 4/5.