Grabmäler der Herren v. Alvensleben

von Udo v. Alvensleben-Wittenmoor (1957)

Aus dem Zeitraum von 1330 bis 1789 haben sich zahlreiche Alvenslebensche Grabmäler erhalten. Es handelt sich um ein Ministerialgeschlecht der Hochstifter Halberstadt und Magdeburg, dessen urkundlich belegte Stammreihe 1163 beginnt. Ursprünglich erbliche Truchsesse der Fürstbischöfe von Halberstadt, zählten sie ab 1272 zu den „Schlossgesessenen“ Brandenburgs, (eine Bezeichnung, die erst später üblich wurde). Der Kern ihres umfangreichen Grundbesitzes lag im Gebiet der mittleren Elbe. 1945 hatten sie noch einige der alten Stammherrschaften und zahlreiche, später hinzuerworbene Güter inne. Ihre Grabmonumente setzen sich größtenteils aus Steinplatten mit figürlichen Reliefs oder Wand-Epitaphien mit plastischen oder gemalten Bildnissen zusammen. Dazu kommen wappengeschmückte Votivtafeln, oder einfache Wappentafeln mit Inschrift, beide Arten in Stein gemeißelt oder auf Holz gemalt. Die Gesamtzahl der Denkmäler ist einstmals eine weit größere gewesen. Viele der verlorenen sind noch nachrichtlich bekannt. Kriegszerstörungen (z.B. in Magdeburg 1631) minderten den Bestand, doch die Hauptverluste traten in Friedenszeiten ein. Bei Umbauten von Kirchen und Klöstern wurden Grabmäler rücksichtslos entfernt. Die Rettung fast aller Denkmäler im Zweiten Weltkrieg ist dem Umstand zu danken, dass sie, da zumeist in Kirchen von kleinen Städten, Dörfern oder „Feldklöstern“ aufgestellt, modernen Kriegseinwirkungen weniger ausgesetzt waren. Nur in Schlössern aufgestellte Denkmäler sahen sich gefährdet und haben die Krise von 1945 zum Teil nicht überdauert (so in Neugattersleben und Erxleben).

In der Regel fanden die Beerdigungen bis zur Reformation in Klöstern statt. Die dort auf ewige Zeit zu haltenden Seelenmessen, waren durch große Landstiftungen erkauft. Später fanden die Begräbnisse in Patronatskirchen und Schlosskapellen statt. Bischöfe, Domherren, Äbte, Abtissinnen, und sonstige Würdenträger mit Gattinnen, bestattete man in Stadtkirchen oder den zuständigen Abteien. Im Ganzen trat etwa seit dem Umbruch von 1789 an die Stelle der Beisetzung in Kirchengrüften, die in Einzelfällen {z. B. Erxleben) bis 1945 beibehalten wurden, die Erdbestattung auf Erbbegräbnissen.

Über die Beisetzungsorte im 12. und 13. Jahrhundert fehlen genaue Nachrichten. Für die Häupter der ersten bekannten Generationen ist, auf Grund ihrer Stellung, der Dom zu Halberstadt als Grablege anzunehmen. Wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert wählten die Alvensleben die Zisterzienserabtei Mariental bei Helmstedt (erbaut 1138- 1146) als „Grabkloster“ und behielten es für das Haus Erxleben (erworben 1272) bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts bei. Die um 1300 sich abspaltenden Zweige auf Calbe an der Milde und Gardelegen gingen bald nach 1324 die gleiche Verbindung mit dem Zisterzienser-Nonnenkloster Neuendorf bei Gardelegen ein.

An einigen Orten bilden Alvenslebensche Grabmäler aus verschiedenen Epochen Gruppen von eindrucksvoller Gesamtwirkung. Die Schlosskapelle zu Erxleben westlich Magdeburg bezeichnet Georg Dehio als „Erinnerungsstätte eines ritterlichen Geschlechts von seltener künstlerischer Bedeutung“. Hier befinden sich Monumente aller Generationen vom Mittelalter bis zum Ausgang des Klassizismus, darunter eine stattliche Anzahl von Wandepitaphien der Braunschweiger und Magdeburger Schule der Hochrenaissance und des Barock. Die ältesten Grabsteine des Geschlechts bewahrt die frühgotische Abteikirche des ehemaligen Klosters Neuendorf in der Altmark. Im Übrigen sind es die Nicolaikirchen zu Gardelegen und Calbe an der Milde, die Kirchen zu Eichenbarleben, Neugattersleben und Hundisburg, die – obwohl nicht so vollständig – ähnlich bedeutende Eindrücke wie Erxleben vermitteln. Erst in zweiter Linie schließen sich Rogätz, Eimersleben und Zichtau an. Die Mehrzahl der Grabsteine und Epitaphien befindet sich im Umkreis von Magdeburg, in der Altmark, der Prignitz, der Niederlausitz und saaleaufwärts bis Naumburg.

Die ältesten Grabsteine zeigen die Gestalten der Dargestellten und ihre Wappen in Ritztechnik. Aus dem 14. Jahrhundert hat sich nur ein einziger erhalten. Mit ihm, dem künstlerisch wertvollsten unter den mittelalterlichen, beginnt die Reihe. Es ist derjenige Odas v. Bodendiek, dritten Gemahlin Albrechts I. auf Calbe und ihrer Tochter um 1330. Der Geist der Hohenstaufenzeit klingt im Stil noch an. Mit dem unteren Rand des Steins fehlt auch ein Teil der Jahres-Inschrift, was eine genaue Datierung unmöglich macht. Oda war die erste Burgfrau Alvensleben auf Calbe und gilt als Empfängerin des noch erhaltenen, sagenumwobenen Familienrings, von dem u.a. Cyriacus Edinus 1581, Hermann Hamelmann in der Oldenburgischen Chronik 1599, Zarnack und Wohlbrück berichten. Es folgt der Doppelgrabstein Gebhards XII. auf Calbe und Berthas v. Bartensleben von 1404, ebenfalls im Kloster Neuendorf. Er wirkt gröber in der Zeichnung. Bertha war die Stifterin des kunstvollen, im Kloster noch erhaltenen Kelches. Der Porträtstein Heinrichs XI. aus dem Kloster Mariental von 1446, stellt das einzig erhaltene Grabmonument der 1553 erloschenen roten Linie der Alvensleben dar. In ähnlicher Form hat man sich das Denkmal Ludolfs VI. (gest.1477) im Kloster Neuendorf vorzustellen, der 1650 zuletzt bezeugt (Wohlbrück II, S. 185) und heute verschwunden ist.

Das Monument Bischof Bussos I. von Havelberg (gest. 1493) hinter dem Hochaltar des Havelberger Doms, ist der letzte der gotischen Grabsteine, die Gestalten der Verstorbenen, architektonisch umrahmt, in Ritztechnik zeigen. Bischof Busso II. von Havelberg (gest. 1548), wurde vor dem Hauptaltar der Marienkirche in seiner Residenzstadt Wittstock (Prignitz) beigesetzt. Sein urkundlich erwähnter Grabstein existiert nicht mehr. Ein Porträtstich des Bischofs in Seidels „Märkischer Bildersammlung“ soll – wie es des Meisters Gewohnheit war – nach diesem Vorbild angefertigt sein. Gotisch stilisiert sind noch die beiden qualitativ hochstehenden Votiv-Reliefs für Gebhard XVII. und Fredeke v. Wenden, die zu Lebzeiten des Stifterpaares 1520 in der Nicolaikirche zu Calbe a.M. eingesetzt wurden. Dargestellt sind eine Maria Selbdritt und eine Marienkrönung nach Dürerschen Vorbildern.

Unter den Rittergrabsteinen in Hochrelief steht jener Werners III. von 1512 an der Außenwand der Marienkirche zu Gardelegen chronologisch an erster Stelle, ein Werk von primitiv-brutaler Ausdrucksgewalt. Höhere Qualität kennzeichnet die drei streng stilisierten Denkmäler Achaz I. (1536), seiner jugendlichen Tochter Anna (1543), einer ungewöhnlich reizvollen Gestalt, beide im Kloster Neuendorf, und seiner Gattin Antonia v. Mahrenholtz (1534) in der Nicolaikirche zu Calbe, sichtlich Werke des gleichen Meisters. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erreichte die Grabmalkunst der nachstaufischen Zeit in Mitteldeutschland ihren Höhepunkt, sieht man von den voraufgehenden Erzgüssen Peter Vischers ab. Das Beste wurde in Epitaphien geleistet, doch auch der Grabstein erfuhr eine höhere künstlerische Durchbildung. Diese Blüteperiode setzte bald nach der Jahrhundertmitte ein. Als beste Beispielsetzte bald nach der Jahrhundertmitte ein. Als beste Beispiele können folgende Denkmäler gelten: Ludolf IX. in Calbe (1562), Andreas I. in Randau (1564), Reimar I. in Rogätz (1568), Busso, der ermordete Sohn Ludolfs X., in Neugattersleben (1576), Ludolf XI. der Rote in Calbe (1589), dessen Grabstein als Kunstwerk kaum übertroffen ein Werk Ebert Wolf des Jüngeren aus Hildesheim sein dürfte, der, wie P. J. Meier vermutet, die vollplastischen Gestalten unter anderem auch am Calbenser Epitaph Ludolfs des Roten in Verbindung mit der Braunschweiger Werkstatt Jürgen Röttgers geschaffen hat. Es war die Zeit engster Verbindung der Alvensleben zur Braunschweiger Bildhauerschule der Hochrenaissance.

Verglichen mit diesen Schöpfungen, die sich in der Bewegung gelöster und in den Einzelheiten reicher darstellen als die früheren, wirkt die Achaz-Gruppe statuarisch. Als provinzielle Arbeiten kontrastieren von diesen hochentwickelten Werken der Stein Gebhards XIX. (1554), wie auch der Doppelgrabstein Valentins I. und der Anna v. Veltheim (1594), beide in der Nicolaikirche zu Gardelegen. Besser die Reliefsteine der Fredeke, vermählten v. Schierstedt, in Görzke (1573), der Emerentia, vermählten v. Meyendorf, in Ummendorf (1583), der Doppelgrabstein einer anderen Fredeke, Tochter Joachims I., und Lewins v. d. Schulenburg im Westflügel des Magdeburger Domkreuzganges (1587). Realistisch charakterisiert das verstümmelte Monument Reinharts in Rogätz (1560) den Verstorbenen. Zwei Grabsteine von Gemahlinnen Eliaz I., Sophia v. Münchhausen und Maria v. d. Schulenburg, liegen noch unversehrt unter dem Gestühl der Nicolaikirche zu Calbe.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts zeigte sich die Kunst des Bildnisgrabsteins in Relief noch auf ihrer Höhe. Gute Beispiele stellen das Grabmal Ludolfs XI. des Frommen, in Zichtau (1610) dar und der offenbar von gleicher Hand geschaffene Doppelstein Gebhards XXII. und der Sophia v. Mandelsloh in Neugattersleben (1609), die mit der Werkstatt Jürgen Röttgers in Zusammenhang stehen dürften, ferner der Grabstein Gebhards XXIII. in der Oberkirche zu Cottbus (1627), und jener seiner Schwester Margaretha in der Pfarrkirche zu Beeskow (1620). Auch einer Anzahl von Kindergrabsteinen ist zu gedenken: Achaz in Rogätz (1564), ebendort das (zerstörte) gemeinsame Denkmal für drei Töchter Joachims I., Kunigunde, Clara und Gisela (1573), von Wohlbrück 1820 als noch vorhanden bezeichnet, für die kleinen Schwestern Fredeke und Sophia (1586) an der Außenwand der Kirche zu Langenstein bei Halberstadt, für Hans Clamors Söhnchen Ludolf in Berge bei Gardelegen, ferner dreier einzelner Reliefgrabsteine der Töchter Gebhards XXIII., Margaretha (1620),  Christina (1621) und Eva (1622), sämtlich in Beeskow. Wie tief das Niveau in der Zeitspanne des Dreißigjährigen Krieges zu sinken vermochte, sowohl hinsichtlich der Kunstfertigkeit wie der Auftraggeber-Ansprüche, zeigt der Grabstein Joachims III. in der Schlosskapelle zu Erxleben (1645), ein martialisches Produkt, das die Reihe der Reliefsteine beschließt. Die Monumente des Domherrn Cuno an der Schlosskirche zu Wittenberg (1638), Ludolfs XVII. in Gr.Engersen (1733), sowie des Ministers Rudolf Anton und seiner Gemahlin Charlotte v. Alvensleben in Neugattersleben (1737), beschränken sich auf Grabtafeln mit Inschriften. Dies gilt vermutlich auch für das verlorene Denkmal für den Dompropst Karl Ludolf im Kreuzgang des Domes zu Merseburg (1813).

Der einzig erhaltene Wappenstein ist jener des brandenburgischen Rats und Hofmarschalls Werner II. von 1488 in der Nicolaikirche zu Gardelegen, ein eindrucksvolles Werk in Ritztechnik. Zwei gemalte Wappentafeln hat Joachim I. aufhängen lassen: zum Andenken an Busso IX. den Reichen (gest. 1535) in der Erxleber Schlosskapelle, für die er ein Kapital hinterlassen hatte, ferner an seinen Sohn Hans (gest. 1553) in der Marktkirche zu Alvensleben.

Das Wand-Epitaph der Renaissance bot der Kunstentfaltung ganz andere Möglichkeiten. Für beide Konfessionen wurde es im 16. Jahrhundert zur beherrschenden Grabmalsform. Im protestantischen Bereich musste es allein schon deshalb einen Sonderrang im Schmuck der Gotteshäuser erlangen, weil die Hauptaufgaben für die Entfaltung kirchlicher Kunst seit der Reformation fortfielen. Die Form des Hänge-Epitaphs entwickelte sich aus der einfachen Grabtafel, die unten eine Konsole und oben einen Giebelaufsatz erhielt. Es trat gewissermaßen an die Stelle der Votiv-Altäre, die man in vorreformatorischer Zeit gestiftet hatte, am Unterbau die Wappen, auf den Gemälden Stifterporträts, die das Andenken an Vorfahren lebendig erhielten. Die durch Tradition geheiligten Formen erfüllte man theologisch wie künstlerisch mit neuem Inhalt. Es entstanden große Aufbauten, als Zentrum eine Mittel-und zwei Seitentafeln, für Reliefs oder Gemälde bestimmt, von Säulen-Architektur und Symbolgestalten umrahmt, darunter eine Predella, an der man Widmungsinschriften oder weitere bildliche Darstellungen anbrachte. Das Hauptstück bildete eine altartisch-ähnliche Platte, auf der die Stifterfiguren ihren Platz fanden. Die Beziehung zur Form des gotischen Flügelaltars ist auffallend. Jetzt knieten die Stifter in stattlicher Größe und Anzahl inmitten der Komposition, während sie früher nur als kleine, im Mantelsaum der Schutzheiligen verschwindende Gestalten oder auf Außenseiten der Flügel erschienen. Dies hatte der Humanismus erzeugt: ein auf Italien verweisender Zug.

Auch in den theologischen Bildvorwürfen, also dem gedanklichen Inhalt, folgte man dem mittelalterlichen Vorbild, nur mit dem Unterschied, dass die evangelische Symbolik wie das dogmatische Illustrationsschema einen Wandel erfahren hatte. Die Vorbilder lieferten vielfach niederländische Bilderbibeln. Dazu kamen gelehrte Gleichnisdarstellungen und Personifikationen der christlichen Tugenden. Wie Jakob Burckhardt im Cicerone erklärt, sieht man den Verstorbenen „zu den höchsten Tröstungen in Beziehung gesetzt“. Oben erscheint gewöhnlich ein segnender Gottvater oder die Dreifaltigkeit.

Die Hauptgruppen der Alvenslebenschen Wand-Epitaphien entstand im Zeitraum von 1550 bis 1624. Sie umfasst die künstlerisch wertvollsten und an Variationen reichsten Schöpfungen. Die beiden ältesten Beispiele, das Grabmal Margarethas v. Veltheim, Gemahlin Eliaz I., in der Nicolaikirche zu Calbe a.d. Milde von 1552 und jenes der Anna v. Bartensleben, ersten Gemahlin Joachims I., von 1555 in der Dorfkirche zu Hundisburg, sind urkundlich als Wandgräber nachgewiesen, existieren aber nicht mehr. Chronologisch folgen zwei Gemälde-Epitaphien. 1564 ist das Triptychon Joachims I. datiert, das sich bis 1945 in Erxleben befand. Die Mitteltafel stellt Joachim selbst dar, zum Gekreuzigten aufblickend. Auf den Seitenflügeln erscheinen die Bildnisse seiner beiden ersten Gattinnen, Anna v. Bartensleben (da eine Verstorbene darstellend, als „imago“ bezeichnet) und Kunigunde v. Münchhausen (da nach dem Leben porträtiert als „effigies“). Am Kopfschmuck der Frauen, die in ihren Wappenfarben gekleidet sind, ließe sich, wäre das Triptychon nicht datiert, das Jahrfünft der Entstehung feststellen. Auf den Außenseiten der Flügel befinden sich Darstellungen von Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Umfangreiche lateinische Inschriften, von Cyriacus Edinus, dem gelehrten Humanisten und Prediger zu Lüneburg, verfasst, und die Ahnenwappen (als Verzierungen der Rahmen) ergänzen die Bildnisse. Laut Gottlieb Leberecht Zarnacks Geschichte der Alvensleben von 1776 hielt man das Werk damals für eine Schöpfung Lucas Cranachs des Jüngeren (1515-1586). Dem Stil und den Beziehungen Joachims nach ist das möglich. Eine Signatur könnte bei den nachzuweisenden Erneuerungen (teilweise auch Übermalungen) verloren gegangen sein. Die Außenflügel stammen jedenfalls von anderer Hand. Dieses zweifellos für einen kirchlichen Raum gemalte Triptychon zeigt anstelle von Darstellungen aus der Heilsgeschichte, die auf die Außenseiten verbannt sind, die drei Bildnisse. Es stellt ein Unikum dar, das offenbar kein Seitenstück besitzt: ein charakteristisches Dokument der Renaissance.

Das zweite Beispiel ist die von Joachim I. für seine zweite Gemahlin, Kunigunde v. Münchhausen, gestorben an der Pest 1565, gestiftete Votivtafel von 1570, die sich nacheinander in Calbe, Zichtau und Erxleben befand. Im Hauptfeld ist die Kreuzigung Christi gemalt, an der Predella Joachim I. mit drei Frauen und neunzehn Kindern. Der Künstler ist unbekannt. Man vermutet, dass es sich um ein Werk Adam Offingers handelt, des aus Süddeutschland stammenden Braunschweiger Hofmalers, der für verwandte Häuser arbeitete (Asseburg, Veltheim, Schulenburg usw.).

Um die weiteren Gemälde-Epitaphien des 16. Jahrhunderts vorweg zu behandeln: an Umfang übertrifft das für den Magdeburger Domherrn Busse Clamor 1595 gestiftete die anderen. Es handelt sich um ein Triptychon in reicher Umrahmung, die Zierleisten in Grün und Gold getönt. Das Mittelbild zeigt den Domherrn in spanischer Tracht vor dem Gekreuzigten kniend, im Hintergrund die Auferstehung der Toten nach der Weissagung Hesekiels, den man an seiner Prophetengebärde erkennt. Das Halbrund des Aufsatzes füllt eine Auferstehung Christi, die Predella eine umfangreiche Inschrift. Auf den Seitentafeln befinden sich, mit ungewöhnlichem Aufwand gemalt, die Ahnenwappen. Paul Nickel war der Signatur zufolge der Schöpfer. Das hervorragende Werk befindet sich seit seinem Entstehen auf Wanderschaft. Von Calbe kam es, mehrfach erneuert, über Zichtau, Sichau, Wittenmoor, Uhrsleben nach Erxleben. Vorübergehend hat es seit 1945 in der Kniggeschen Patronatskirche zu Pattensen bei Hannover Aufstellung gefunden. Ein weiteres Epitaph für Busse Clamor schmückte die Dominikanerkirche zu Genua, vor deren Hauptaltar der Domherr begraben ruht. Der Entwurf befand sich 1770 laut Zarnack noch im Archiv zu Zichtau.

Den Überrest eines Epitaphs, das sich vormals entweder in der Dorfkirche oder der Burgkapelle zu Neugattersleben befand, bildet ein Gemälde, das den Magdeburgischen Rat und Oberhofmeister Ludolf X., gest. 1596, und Bartha v. Bartensleben unter dem Kreuz kniend darstellt. Zuletzt im Schloss Neugattersleben aufbewahrt, hängt es heute in der Neugattersleber Kirche. Das halbrund abgeschlossene Gemälde glich dem Doppelbildnis Joachims und der Elisabeth v. d. Schulenburg von 1604 am Epitaph im Dom zu Braunschweig, signiert Jürgen Röttger und Floris v. d. Mürtel, der der Maler war (P. J. Meier Abb.64). Es ist anzunehmen, dass das Denkmal Ludolfs X. in Neugattersleben aus der gleichen Werkstatt stammte und eine ähnliche Renaissance-Architektur als Rahmen aufwies.

Die plastischen Wandepitaphien der Renaissance

Die Reihe der erhalten gebliebenen beginnt mit dem kleinen Grabmal Annas v. Alvensleben, gestorben 1571, in der Kirche zu Ampfurt (B. u. K. Denkm. Kr. Wanzleben, S. 20, Abb. 10). Sie war vermählt mit Hartwig v. dem Werder. Zwischen freien Säulen unter fein gearbeitetem Gebälk, kniet die Verstorbene vor einem von Engeln gehaltenen Vorhang. Als Bildhauer kommt Hans Seeck aus Braunschweig infrage, der in der gleichen Kirche Denkmäler für Heinrich und Asche v. d. Asseburg schuf, die 1575 und 1582 starben. In unzweifelhaftem Zusammenhang mit Ampfurt entstand in Neugattersleben, das hier nicht hängende, sondern stehende Wendepitaph des zu Wallhausen 1576 erschlagenen Busso. Die kraftvolle Rahmenarchitektur mit freistehenden dorischen Säulen, die eine Rundbogennische zur Aufnahme der Grabfigur einschließt, entspricht genau jener vom Ampfurter Denkmal Hartwigs v. dem Werder, gestorben 1567. Andere Einzelheiten sind abweichend gestaltet. Im Gegensatz zu der stehenden Figur Hartwigs, die die Nische füllt, wirkt die kniende Bussos, ähnlich jener von Hartwigs Gemahlin in Ampfurt, auffallend klein, was zur Monumentalität des Grabmals nicht passt.

Es folgt die Hauptgruppe: vier Epitaphien aus der Braunschweiger Werkstatt Jürgen Röttgers, die nach niederländischen Vorbildern arbeitete und auf diesem Umweg italienisches Formgut übernahm. Cornelis Floris wirkte offensichtlich als Mittler, Die Reihe beginnt mit dem Grabmal Joachims I. von 1589 und seiner drei Frauen in der Schlosskapelle zu Erxleben. Ein prächtiges polychromes Gitter umgibt den Sockel. Aufwändiger und in den Einzelheiten vollendeter wirkt das Epitaph Ludolfs XI. des Roten, gestorben 1589, und der Anna v. d. Schulenburg in der Nicolaikirche zu Calbe. Die Polychromierung wurde bei der Wiederherstellung 1934 erneuert. Die Statue Ludolfs des Roten ist die eindrucksvollste unter den Alvenslebenschen Grabmalsfiguren. Nirgends dominieren die Stiftergestalten stärker als beim Denkmal Ludolfs X. gestorben 1596, in der Kirche zu Hundisburg, das bereits nach dem Tode der Gattin Bartha v. Bartensleben (1587) entstanden ist. Das Epitaph Joachims (der ein Bruder Ludolfs X. war) in Erxleben wird hier abgewandelt und in den Dimensionen wie in der Feinheit der Einzelformen gesteigert. Der Vater gefolgt von drei Söhnen, die Mutter und fünf Töchter knien, lebensgroß in Marmor ausgehauen, auf breitem Sockel in langer Reihe vor dem kunstvoll geschnitzten Aufbau mit eingelassenen Alabasterreliefs. Auch hier umgab einst ein Gitter den Sockel. Das Denkmal in Hundisburg ist durch die Angabe des Predigers G. L. Zarnack in seiner handschriftlichen Geschichte des Geschlechts von Alvensleben um 1770 als Werk Jürgen Röttgers gesichert, das in Erxleben durch seine weitgehende Übereinstimmung mit dem in Hundisburg, das in Calbe durch das Monogramm des Meisters G.R. (d.h. Georg Röttger) am Sarg der Auferstehung, wie durch urkundlichen Beleg. P. J. Meier setzt sich auf den S. 44-46 grundlegend mit Unterschieden wie Übereinstimmungen in Aufbau und Thematik dieser Grabmäler auseinander, so dass es hier nicht notwendig ist näher darauf einzugehen. Wichtig ist unter Anderem der dahingehende Hinweis, dass die Frauen immer die gleichen Gesichter erhielten, während die Männer individuell charakterisiert wurden. Wie Meier aus guten Gründen vermutet, wurde Ebert Wolf der Jüngere hinzugezogen, um die ausgezeichneten Männerbildnisse anzufertigen, während die ewig sich wiederholenden Frauengestalten nach einem Modell Eberts d.J. offenbar von einem Gesellen der Werkstatt gleichmässig gearbeitet worden seien. Auf gleiche Art scheinen die ähnlichen Denkmäler der Valentin und Levia v.Mahrenholtz wie des Kanzlers Ludolf Schrader in der Braunschweiger Katharinenkirche und des Clamor v. Münchhausen in der Klosterkirche Loccum entstanden zu sein, an dem das Monogramm Eberts d.J. den sicheren Hinweis erbringt.

Über das Epitaph Valentins I. (gest. 1594) von 1596, in der Nicolaikirche zu Gardelegen, existiert ein Brief Jürgen Röttgers vom 9. Dezember 1595 an den Amtsschreiber in Erxleben I. Er nimmt Bezug auf den Auftrag, den Wolf Friedrich, Valentins Sohn, und die anderen Junker erteilten, dass nämlich die Auferstehung,   die Himmelfahrt und das liegende Kind mit dem Todeszeichen aus Alabaster, das übrige aus Holz verfertigt werden solle, dass der Meister Alabaster, Holz usw. selbst zu liefern, die Auftraggeber dagegen die Fuhren zu übernehmen hätten. Als Gesamtpreis waren 330 Taler ausgemacht: 100 Taler zahlbar bei Beginn der Arbeit, 50 nach Vollendung der halben Arbeit, 100 nach der des Ganzen, der Rest von 80 Talern, wenn das Denkmal gesetzt sei. Der in Gardelegen ansässige, dem Namen nach unbekannte Maler wolle mit 140 Talern zufrieden sein. Fraglich ist allerdings, ob es sich um den Schöpfer der Porträtfiguren oder den Künstler handelte, der mit farbiger Fassung des Denkmals beauftragt war. Den älteren Röttgerschen Alvensleben-Epitaphien gegenüber stellte das Gardeleger Denkmal einen erheblichen Fortschritt dar. Für die Reliefs wurden hier andere Vorbilder benutzt. Die Zierformen des Beschlag- und Rollwerks sowie einige der Tugendgestalten entsprachen dem Stil der älteren Werke, können also dem Meister selbst noch zugeschrieben werden.

In anderen Gestalten, wie in den Reliefs, zeigt sich hingegen eine künstlerische Kraft am Werk, die sich von der gewohnten handwerksmäßigen Arbeit unterscheidet. P. J. Meier ist der Meinung, dass sich hier die überlegene Begabung von Jürgens Sohn Hans Röttger zeige, der 1596 bereits als spiritus rector in der Werkstatt des Vaters gewirkt habe, um sie nach dem Tod 1623 fortzuführen. Die freiplastischen Gestalten der Familienmitglieder sind hier (an der Predella) durch gemalte ersetzt, die nach Röttgers Angaben durch einen Gardeleger Meister ausgeführt wurden. Eine Arbeit von guter Qualität. Das 18. Jahrhundert fügte die groben Draperien des Hintergrundes hinzu. Zum Beweis für die Porträt-Ähnlichkeit sei als Kuriosum vermerkt, dass die Züge Valentins I. mit denen seines Nachfahren, des Reichskanzlers Fürsten Bismarck, unverkennbare Übereinstimmungen tragen. Außer Valentin sind kniend seine zwei Gemahlinnen, fünf Söhne, eine Tochter und als Stieftochter Gertraud, die letzte Alvensleben roter Linie dargestellt. Das Epitaph überdauerte die weitgehende Zerstörung der Nicolaikirche 1945 und wurde (restauriert) in die Marienkirche überführt.

Soweit die Hauptgruppe. In engem Zusammenhang mit den Braunschweiger Arbeiten stehen zwei Denkmäler in der Kirche zu Eichenbarleben bei Magdeburg: Das Epitaph der Margarethe v. d. Asseburg, gestorben 1606, und ihrer Tochter Klara, gestorben 1595. Beide Grabmäler zeigen den Stil Jakob Meyerheines,  der die Portale des Juleums in Helmstedt schuf (1592-97), und der wahrscheinlich auch an Portalen der Marienkirche und des Zeughauses zu Wolfenbüttel mitgearbeitet hat. Das Klara-Epitaph trägt die Signatur M.J.R., was möglicherweise Meyerheine, Jakob, gen. Rademacher heißen könnte, wie der Meister in einem Schreiben an den Braunschweiger Magistrat vom 19.2.1616 (P. J. Meier S. 57) sich selbst bezeichnet hat. Was ihm zu diesem Doppelnamen verhalf, ist unbekannt. Der verstümmelte Grabstein des um 1600 verstorbenen Komturs Nikolaus v. Kolowrat-Libsteinsky aus Süpplingenburg war J.M.B. signiert, was Meier als „Jakob Meyerheine, Braunschweig“ deutet. Das verstümmelte Epitaph Margarethas v. d. Asseburg schreibt Heinrich Bergner (B. u. K. Denkm. Kr.Wolmirstedt S. 55-58) ebenfalls dem Monogrammisten M.J.R. zu. Für die als Altar wieder aufgestellten Reste dieses wertvollen Denkmals sind die gerollten Beschlagbänder bezeichnend, die den Ohrmuschelstil ankündigen. Die Figuren von Adam und Eva in Muschelnischen wirken frisch und kräftig. Fruchtstücke, Putten, Löwen-, Widder- und Adlerköpfe finden sich teils hier, teils am Klara-Epitaph,   dessen Sockel von Masken eingefasst ist. Klaras Gestalt ist in ein Gewand von feinster Brokatmusterung gehüllt. Ihr Haar fällt in Wellen fast bis auf die Fersen.

Die Magdeburger Gruppe umfasst wie die Braunschweiger vier bedeutende Epitaphien. Das älteste und bekannteste befindet sich im Magdeburger Dom und hat die Zerstörungen 1631 wie 1945 überdauert. Fredeke v. Alvensleben, Tochter Joachims I., ließ es ihrem Gemahl, dem 1587 verstorbenen Domdechanten Levin v. d. Schulenburg, 1594-95 durch Hans Klintzsch aus Pirna errichten, ein Hauptwerk der vielzitierten Magdeburger Grabmalskunst der Epoche. Klintzsch übertrug den Manierismus der sächsischen Bildhauerschule zur Zeit des Überganges zum Frühbarock nach Magdeburg. Das Pathos der Formen, die Wucht des plastischen Ausdrucks spiegelt die Erregung der religiösen Situation in jenen Jahrzehnten. Die knienden Stiftergestalten bleiben an künstlerischem Wert allerdings hinter denen der Röttgerschen Werkstatt weit zurück. Seit dem siegreichen Ausgang der Belagerung von 1550-1551 im Schmalkaldischen Krieg stand Magdeburg auf einem Höhepunkt seiner kulturellen Entwicklung. Zu den Meisterwerken der dortigen Schule gehört auch das prunkvolle Wandepitaph, das Elisabeth v. Alvensleben, Tochter Ludolfs X. auf Hundisburg und Neugattersleben, ihrem 1604 verstorbenen Gatten August v. d. Asseburg kurz nach dessen Tod in der Schlosskapelle zu Neindorf bei Oschersleben setzen ließ. August war ein Bruder der in Eichenbarleben beigesetzten Margaretha, Gemahlin Joachims I. v. Alvensleben. Künstlerisch bedeutende Grabmäler dieses Familienkreises aus der gleichen Epoche sind im engeren und weiteren Umkreis Magdeburgs zahlreich erhalten. Die Zuschreibung des ob seiner Aufstellung an abgelegenem Ort wenig bekannten Neindorfer Epitaphs ist umstritten. Doering und Voss (in „Meisterwerke der Kunst in Sachsen und Thüringen“) halten Sebastian Ertla von Überlingen für den Schöpfer, was Günther Deneke verwirft. Stilistisch kommt auch Lulef Bartels infrage, der vermutlich das nicht mehr vollständige Epitaph Gebhards XXII., gest. 1609, in der Kirche zu Neugattersleben geschaffen hat, das zu den großen Grabmonumenten der Magdeburger Schule zählte. Stifterfiguren fehlen, müssen indes offenbar vorhanden gewesen sein. Gebhard war ein Bruder der Elisabeth, vermählten v. d. Asseburg, und Sohn Ludolfs X.. Da Lulef Bartels wiederholt als Mitarbeiter Jürgen Röttgers auftrat, ist die unmittelbare Verbindung gegeben.

Die Magdeburger Gruppe beschließt das Epitaph Gebhards XXI., gestorben 1624, und der Elisabeth v. d. Schulenburg in der Schlosskapelle zu Erxleben. Es ist mitsamt den Reliefs in Holz geschnitzt und farbig gefasst. Möhle, der Verfasser des Erxleber Inventars von 1934, glaubt in dem feingegliederten Wandgrab, des manieristischen Stils der tänzerisch bewegten Engelsgestalten und des Knorpelwerks der Ornamentik wegen die Art der Bildhauer Georg Kriebel oder Lulef Bartels zu erkennen. Die Verstorbenen erscheinen stehend in ganzer Figur auf Flügeltafeln, als Adoranten dargestellt. Diese Gemälde wurden 1934 aus der Kapelle entfernt und 1945 gerettet. Es sind wertvolle Arbeiten. Das nur noch nachrichtlich bekannte Epitaph Andreas II., gestorben 1632, in der Kirche zu Neugattersleben, existiert nicht mehr.

Epithaphien des Barock

Es währte Jahrzehnte, bis die Alvensleben, geraume Zeit nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges, zögernd die alte Gewohnheit wieder aufzunehmen begannen, das Andenken Verstorbener durch Epitaphien zu ehren. Wichtigen Generationen waren Grabdenkmäler inzwischen versagt geblieben. Und welchen Sturz hatte die Grabmalskunst getan, die vordem gerade hierzulande so Ungewöhnliches geleistet hatte! Das bescheidene Wandgrab des 1670 in Paris verstorbenen Matthias III. in der Erxleber Schlosskapelle bezeugt es. Die holzgeschnitzte Rahmenarchitektur im späteren Knorpelstil, in die das gemalte Bildnis eingelassen ist, lässt an Hermann Scheller in Braunschweig denken, erreicht aber die Qualität dieses Meisters nicht.

Das Wandgrab Gebhards XXV., des gelehrten Diplomaten, gestorben 1681, wurde bei Erneuerung der Kirche zu Neugattersleben 1887 von seinem Standort entfernt. Das ovale Mittelstück brachte man im Schloss über einem Kamin an, flankiert von den 1811 aus Hundisburg überführten Bilderstammbäumen des englisch-hannoverschen Staatsministers Johann Friedrich II., der Gebhards Sohn war und das Barockschloss in Hundisburg erbaute, sowie dem seiner Gemahlin, Adelheid Agnes v. d. Schulenburg. (Ein gleichartiger, mit Porträtkopien geschmückter „Bilderstammbaum“ Otto Ludwigs v. Veltheim, Erbauers des Schlosses Ostrau, befand sich bis 1945 auf Burg Harbke). Vom Epithaph Gebhards XXV. existierte nur noch das Ovalbildnis des Verstorbenen, zu Lebzeiten durch den ihm befreundeten Jakob v. Sandrart (1650-1708) zu Nürnberg gemalt, mit Umrahmung aus geschnitzten Ahnenwappen. Jakob war Brudersohn und Schüler Joachims v. Sandrart, der aus dem Hennegau stammte. Joachim hatte Gebhard als Gesandten des Erzstifts Magdeburg auf seinem Gemälde des Friedensmahls zu Nürnberg von 1649 dargestellt, das auf dem dortigen Rathaus aufbewahrt wird. Gebhards Porträt vom Grabmal, das 1945 in Neugattersleben zerstört wurde, hat Jakob v. Sandrart als Beigabe der gedruckten Leichenpredigt vorzüglich in Kupfer gestochen.

Zur Erinnerung an seine kleine Tochter Anna Eleonora, die 1655 starb, ließ Gebhard XXV. ein Votivbild von bedeutenden Ausmaßen malen, das über Hundisburg nach Erxleben II gelangte und seit 1945 verschollen ist. Dargestellt ist die Schriftstelle „Lasset die Kindlein zu mir kommen“. Der Heiland hält Anna Eleonora in den Armen, umgeben von Eltern, Geschwistern und Vorfahren des Kindes (bis in das 16. Jahrhundert hinauf), deren Porträtähnlichkeit 1654 noch großenteils feststellbar war. Eine antike Ruinenlandschaft bildete den Rahmen. Ein ähnliches Gemälde, das Haus Braunschweig-Wolfenbüttel darstellend, befand sich in der Kapelle des zerstörten Schlosses Salzdahlum. In beiden Fällen wird es sich um Werke eines Braunschweiger Hofmalers gehandelt haben.

Die Magdeburger Bildhauerschule des Barock hat die Höhe, auf der sie vor dem großen Krieg stand, nicht wieder erreicht. Ein interessantes Werk besitzt die Kirche zu Eichenbarleben, das Epitaph der Margaretha Katharina v. Alvensleben, vermählt mit dem schwedischen Obersten Erasmus v. Platen. Der Sohn ließ der Mutter das Eichenbarleber Grabmal setzen, das die Bezeichnung Tobias Wilhelmi (der Jüngere) fec. 1694 trägt. Der damals erst 25jährige Künstler setzte seit 1691 die Magdeburger Werkstatt seines bedeutenderen Vaters fort, der die wertvolle Kanzel der Erxleber Schlosskapelle schuf. In schwarzem und weißen Marmor ist das Eichenbarleber Werk meisterhaft gearbeitet. Das figürliche Programm bringt eine Neuerung: jede Darstellung der Verstorbenen fehlt. An ihre Stelle tritt in der mittleren Nische als Hauptmotiv eine weibliche Figur in Relief, die Zeit symbolisierend, flankiert von theatralisch sich gebärdenden Seitenfiguren, Chronos und Engel; alles, wie H. A. Graebke vermutet, auf „humanistischen Anregungen der Auftraggeber“ beruhend. Die Thematik wirkt vollkommen säkularisiert. Christliche Anklänge fehlen ganz (bis etwa 1820), obwohl das Weiterwirken religiösen Geistes in Inschriften, gedruckten Leichenpredigten, Testamenten und anderen Dokumenten sich fortlaufend offenbarte.

Acht Alvenslebensche Epitaphien des Hochbarock sind Werke Michael Helwigs (1663-1738), der sich stets als „sculpteur de Helmstedt“ bezeichnete, und seiner Werkstatt, die von der damaligen Universitätsstadt aus ein weites Gebiet belieferte. Helwig, im Niveau mit den Braunschweiger und Magdeburger Meistern des 16. Jahrhunderts kaum zu vergleichen, orientierte sich in der Formgebung an der in Braunschweig blühenden französisch-klassizistischen Richtung Leonhard Christoph Sturms, Johann Balthasar Lauterbachs, Hermann Korbs, Anton Detlev Jenners. Seine nach niederländischer Art in schwarzem, weißem und buntem Marmor errichteten Grabmäler wirken derb-prunkvoll. In der Behandlung von Säulen und Gebälk, von dekorativem Frucht-und Blumenwerk, dem mit Vorliebe angewandten Akanthus-Ornament, leistete Helwig sein Bestes.

In den stereotyp verwandten Putten und Symbolfiguren zeigt er sich weniger geschickt. Sein Hauptwerk ist das Stiftergrab mit den ruhenden Gestalten Kaiser Lothars, der Kaiserin Richenza und Herzog Heinrichs des Stolzen, das er an Stelle eines zerstörten Denkmals 1708 für die Abteikirche zu Königslutter schuf, in Anlehnung an den mittelalterlichen Vorläufer sich selbst übertreffend.

Als erstes Epitaph im Auftrag der Alvensleben schuf Michael Helwig das Denkmal des kurhannoverschen Gesandten und Domherrn zu Magdeburg, Carl August I. v. Alvensleben, gestorben 1697, für die Schlosskapelle zu Hundisburg. Dessen gedruckte Leichenpredigt enthält einen Stich des zerstörten Grabmals von G. O. Böcklin in Berlin. Das marmorne Ovalrelief mit dem Bildnis des Verstorbenen wird in der Kirche zu Uhrsleben aufbewahrt. Eine genaue Vorstellung dieses verlorenen Werks vermittelt das fast übereinstimmend komponierte Epitaph Johann Friedrichs I., gestorben l703, und seiner Frauen in der Kirche zu Zichtau. An Stelle des Bildnisreliefs befindet sich hier nur eine ovale Inschrifttafel. An Größe und Aufwand lässt sich unter diesen Helwig-Epitaphien keines mit dem Denkmal Gebhard Johanns II., gestorben 1700, in der Schlosskapelle zu Erxleben vergleichen. Hier befindet sich im Mittelfeld eine Komposition der gemalten Ovalporträts des Verstorbenen, seiner drei Frauen und von neun Kindern.

Das Grabmal Gebhards XXVII. und der Helene v. d. Schulenburg in Eichenbarleben ist bezeichnet: Mich. Helwig fec. 1709. Im Mittelfeld befinden sich die auf Kupfer gemalten Medaillon-Porträts des Verstorbenen und seiner damals noch jugendlichen Witwe, die noch vierzig Jahre leben sollte. Für deren Leichenpredigt hat J. D. Schleuen, Berlin, das Denkmal um 1750 gestochen. Da die Helwigschen Werke ständig die gleichen Elemente variieren, erübrigt es sich, sie im Einzelnen zu beschreiben. Das Epitaph Johanna Friederikes v. Alvensleben, gestorben 1727, ersten Gemahlin des sächsisch-polnischen Kammerherrn und Domherrn Gebhard Johann IV., ebenfalls in Eichenbarleben, zeigt drei allegorische Reliefmedaillons. Wie dieses verzichtet auch das relativ derbe Denkmal Helene Dorotheas v. Alvensleben, gestorben 1711, in der Schlosskapelle zu Erxleben auf ein Porträt, im Gegensatz zum Epitaph Gebhard Johanns III., gestorben 1738, und der Augusta Ehrengard v. Alvensleben, die wie üblich mit gemalten Medaillonbildnissen geschmückt sind. Die letztgenannten Werke werden Helwig aus stilistischen Gründen zugeschrieben. Signiert sind sie nicht. Da der Meister 1738 starb, kann das Denkmal Gebhard Johanns III. nur noch eine Werkstattarbeit sein. Aus Helwigs bester Zeit stammte das Grabmal der Friederike Elisabeth v. Bismarck, gestorben 1712, Gattin Friedrich Wilhelms v. Alvensleben in der Kirche zu Eimersleben. Die Komposition des kunstvollen Epitaphs zeigt die aus drei Blättern bestehende Form des Bismarckschen Wappens. Neun Medaillonporträts der Kinder umgeben das Bildnis der Mutter. Ein gemalter Baldachin hebt den Gesamteindruck. Recht provinziell wirkt dagegen das Denkmal Gebhard Johanns V., gestorben 1746, in der gleichen Kirche: die Bildhauerarbeit von Johann Christoph Geiger auf Eggenstedt bei Oschersleben, das Porträt von Tobias Belau aus Magdeburg.

Für sich steht ohne erkennbaren Schulzusammenhang das Grabmal des kursächsischen Obersten Werner Ordomar, gestorben 1714, in der Schlosskapelle zu Goseck bei Naumburg. Das seltsame Monument bildete einstmals die Umrahmung eines (jetzt vermauerten) Grufteingangs. Die knienden Gestalten des Verstorbenen und seiner Gemahlin Dorothea Hedwig v. Poellnitz werden von je drei männlichen und drei weiblichen Gestalten flankiert, die Herren in Rüstung und Allonge, die Damen in modischer Zeittracht. Dem entspricht die Unruhe der Komposition, die Überfülle symbolischer Motive und kriegerischer Embleme.

Einen harten Verlust bedeutet die Zerstörung der Schlosskapelle zu Hundisburg mitsamt ihren wertvollen Epitaphien um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Wer die beiden Grabmäler des großbritannischen Staatsministers Johann Friedrich und seiner Gemahlin Adelheid Agnes v. d. Schulenburg, gestorben 1726 und 1728, von denen Zarnack berichtet, geschaffen hat, und wie sie aussahen, ist unbekannt. Angeblich war Johann Jakob Hennicke in Magdeburg der Künstler. Das Epitaph Carl Augusts II., gestorben 1746, stammte vom Bildhauer Johann Christoph Wöhler, das eingelassene Porträt von dem bedeutenden Hamburger Balthasar Denner. Bis 1945 befand es sich in Erxleben I.  Es ist möglich, dass das Grabmal Friedrich Anton Ulrichs, der 1741 starb, auf die gleichen Künstler zurückging. Soweit Hundisburg.

Ein hervorragendes Werk Hennickes von 1750 ist das Epitaph der Agnese Sophie v. Alvensleben, gestorben 1749, Tochter des Ministers Johann Friedrich und Gattin Johann Augusts I. in der Schlosskapelle zu Erxleben. Die Zuschreibung begründet Möhle durch Stilvergleich mit signierten Arbeiten des Meisters. Auf Grund der Rocailleformen bezeichnet er das Erxleber Denkmal als „charakteristisches Werk des Rokoko, wiewohl es noch fest Struktur zeigt“. Ausgezeichnet ist das Brustbild des Verstorbenen in Öl auf Kupfer in reicher Rahmung zwischen Pilastern. Ebenfalls von Hennicke stammt das in der Haltung freiere Rokoko-Epitaph Gebhard Johanns IV., gestorben 1763, in Eichenbarleben. Einer etwas früheren Stilstufe gehört das prächtige Grabmal seiner zweiten Gemahlin, Sophie Wilhelmine an, gestorben 1742, Tochter des kaiserlichen Feldmarschalls Busse v. Hagen und Enkelin des Feldmarschalls Hans Adam v. Schöning, ebenfalls in Eichenbarleben. Der Künstler ist nicht bekannt. Der Eleganz der Komposition entspricht die Qualität der in Marmor ausgehauenen Symbolgestalten. Ein Porträt krönt den komplizierten Aufbau. Auch dieses Epitaph stach J. D. Schleuen, Berlin, in Kupfer für die gedruckte Leichenpredigt.

Nichts Näheres ist über zwei Monumente bekannt, die Zarnack erwähnt: das zerstörte Grabmal Johann Friedrichs IV., gestorben 1752, und seiner Gattin, geb. v. Erlach, in der Stadtkirche zu Wanzleben, an dem vier gemalte Porträts angebracht waren, und das ebenfalls nicht mehr vorhandene der Augusta Adelheid, vermählten v. Ompteda, gestorben 1764, in der Marienkirche zu Wolfenbüttel, dessen Inschrift allein, gleichfalls bei Zarnack, überliefert ist.

Über der Grabstätte des preußischen Generals Achaz Heinrich auf Zichtau, gestorben 1777, in der Pfarrkirche seiner Garnisonstadt Friedeberg in der Neumark hing einstmals ein allegorisches Votivgemälde, die Stiftung seines 0ffizierkorps. Bernhard Rohde, Direktor der Berliner Akademie, hat es geschaffen: ein Werk des Frühklassizismus. Der Genius des Ruhmes senkt einen Lorbeerkranz auf die Urne mit dem Reliefporträt des Verstorbenen. Der Sockel trägt die Aufschrift: „Praefecto equitum, forti, pio, commilitones, amici“. Im 19. Jahrhundert gelangte das gut gemalte Werk nach Erxleben II. 1945 ist es wahrscheinlich zerstört worden.

Das letzte Wandepitaph erhielten der württembergische Oberhofmeister Friedrich August I., gestorben 1783 und seine Gemahlin Sophie Dorothea v. Alvensleben, gestorben 1788, in der Schlosskapelle zu Erxleben: ein stattliches Monument aus bemaltem Sandstein mit guten eingelassenen Porträts. Der Gesamteindruck ist noch durchaus barock, was der gemalte Baldachin, der das Denkmal pompös umrahmte, unterstrich, doch Formelemente des abklingenden Rokoko und des Zopfstils durchdringen einander kurios und lassen den späten Zeitpunkt der Entstehung erkennen. Die Künstler sind unbekannt.

Nach dem Tod des preußischen Staatsministers Graf Albrecht 1858 errichteten die Erben ihm und seinen Eltern, dem Minister und Domdechanten Grafen Johann August Ernst und der Gräfin Caroline geb. v. Rohr, in der Schlosskapelle zu Erxleben ein Denkmal in spätklassizistischen Formen. Ein Fenster, das Grablegung und Auferstehung Christi (von Schwechten) in Glasmalerei zeigt, erhielt eine architektonische Umrahmung im Charakter der älteren Wandepitaphien. Ein mit Reliefs geschmückter Sockel trägt die drei Marmorbüsten der Verstorbenen, Werke des Schadow-Schülers Cantian, Berlin. In der mit Epitaphien bereits überfüllten Kapelle zwang Raummangel dazu, sich der wiedererweckten Glasmalerei zur Totenehrung zu bedienen. Auf einem anderen Fenster sieht man den Erbtruchsess Udo Gebhard Ferdinand, gestorben 1879, als Johanniterritter, sowie Ehrengard v. Kröcher, mittelalterlich stilisiert und dennoch realistisch porträtiert, unter dem Gekreuzigten knien. Im Hintergrund die Burg Erxleben. Darunter als Glasgemälde die Beweinung Christi von Plockhorst nach Anton van Dyck. Ebendort zeigt das Gedächtnisfenster für Graf Ferdinand, gestorben 1889, und Luise v. d. Schulenburg, im Mittelteil die Hochzeit zu Kana, darüber Bildnismedaillons und Wappen. Der Glasmaler: Ferdinand Müller in Quedlinburg. Es ist kulturgeschichtlich interessant, auf jene vergänglichen Werke einer romantischen Spätkunst hinzuweisen, obwohl sie als Kunst kaum noch anzusprechen sind. Diese Produktionen schlossen sich, wenn auch in zeitlichem Abstand, den aller christlichen Symbolik entkleideten Epitaphien der Aufklärungszeit an. Thematisch besteht ein Unterschied: Der Pietismus des 19. Jahrhunderts führte wieder zu religiösen Darstellungen in Verbindung mit der Toten-Ehrung. Seltsam mutet es an, dass man in den Patronatskirchen zu Neugattersleben (1886) und Wittenmoor (1895) ohne Scheu soweit ging, heiligen Gestalten auf Kirchenfenstern die naturgetreu wiedergegebenen Gesichtszüge von Familienmitgliedern zu geben, eine in diesen Jahrzehnten nicht vereinzelte Erscheinung, die zum Zeitbild gehört.

Im Jahre 1901 stiftete Kaiser Wilhelm II. aus Gründen der Anerkennung und Verehrung ein Grabmal für Anna v. Veltheim, Gemahlin des Grafen Werner Alvo, und nahm an der Einweihung in Neugattersleben persönlich teil. Eine eigenhändige Entwurfszeichnung des Kaisers, signiert und datiert vom 20. Dezember 1900, befand sich bis 1945 im Schloss Neugattersleben (nur noch in der Reproduktion erhalten). Unter einem gotischen Baldachin im Stil der Veroneser Scaligergräber ruht die edelgebildete Gestalt der Verstorbenen, vom Bildhauer Knauer gemeißelt, auf einer Tumba. Das Denkmal wurde außerhalb der Kirche errichtet, doch im Zweiten Weltkrieg, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen, ohne den Baldachin in das Innere überführt.

Literatur:

Beschreibungen der Grabmäler und die Texte der Inschriften finden sich in folgenden Werken:

  • A. E. Hillebrandt: Die Grabsteine und Epitaphien adeliger Personen in und bei den Kirchen der Altmark, Gardelegen 1868, enthält die Denkmäler der ehemaligen Abteikirche zu Kloster Neuendorf, der Nicolaikirche zu Calbe a.M., der Nicolaikirche zu Gardelegen, der Schlosskapelle zu Erxleben, der Kirchen zu Uhrsleben, Eimersleben, Zichtau, Groß Engersen, Berge bei Gardelegen.
  • G. L. Zarnack: Die Geschichte des hochadeligen Geschlechts derer v. Alvensleben. Mskrpt., 4 Bde. 1772-1776 (Bes.: Alvenslebensche Lehnsbibliothek), enthält neben Angaben über die noch vorhandenen Hinweise auf zahlreiche zerstörte Denkmäler in den bereits genannten Kirchen, ferner in denen zu Neugattersleben-Hohendorf, Rogätz, Eichenbarleben, Randau, der ehemaligen Schlosskapelle zu Hundisburg, der Schlosskirche zu Wittenberg, der Schlosskapelle zu Goseck, der Marienkirche zu Wolfenbüttel usw. Eine Hauptquelle u.a. auch für die Inschriften der in Grüften aufgestellten Särge. 

Die Schlosskapelle zu Erxleben und ihre Denkmäler sind außerdem speziell behandelt in:

  • F. Martius: Liber inscriptionum sacrarum Alvenslebianarum. Hdschr. 1860-1870. Ungedruckt, vormals in der Alvenslebenschen Lehnsbibliothek zu Erxleben.
  • G. Möhle: Inventarium des Schlosses Erxleben I, 1934. Ungedruckt.
  • Denkmäler-Inventar des Kreises Haldensleben. Ungedruckt. Halle a.S., Landesamt für Denkmalschutz Sachsen-Anhalt
  • G. A. v. Mülverstedt: Codex diplomaticus Alvenslebianus. Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts v. Alvensleben und seiner Besitzungen. 4 Bde. und Stammtafeln. Magdeburg 1879-1900.

  • H. A. Graebke: Tobias Wilhelmi und die Magdeburger Barockskulptur nach dem Dreißigjährigen Kriege. Jahrbuch für Kunstwissenschaft, Berlin 1927, S. 223 ff.

  • Günther Deneke: Magdeburger Bildhauer der Hochrenaissance und des Barock. Diss. Halle a.S. 1919: Denkmäler im Dom zu Magdeburg und der Schlosskapelle zu Neindorf bei Oschersleben.

  • A. E. Brinkmann: Barockskulptur. Handbuch der Kunstwissenschaft, Berlin 1910.

  • P. J. Meier: Das Kunsthandwerk des Bildhauers in der Stadt Braunschweig seit der Reformation, Braunschweig 1936: Epitaphien der Werkstatt Jürgen Röttgers in Erxleben, Hundisburg, Calbe a.M. und Gardelegen. Die Bildhauer Jakob Meyerheine, Hermann Scheller, Ebert Wolf d. J..

  • P. J. Meier: Lulef Bartels, Bau und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen.

  • A. Parisius und A. Brinkmann: Kreis Gardelegen, Halle a.S. 1897: Gardelegen, Kloster Neuendorf pp..

  • H. Bergner: Kreis Wolmirstedt, Halle a.S. 1911: Eichenbarleben und Rogätz.

  • H. Bergner: Kreis Wanzleben, Halle a.S. 1912: Ampfurt.

  • Bau-und Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg: Kreise Ostprignitz (Havelberg), Cottbus, Beeskow-Storkow.

  • O. Stelzer: Helmstedt und das Land um den Elm, München 1952: Kloster Mariental.

  • G. Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, passim.

  • Thieme-Becker, Künstler-Lexicon, passim.

  • Biographien der Dargestellten (und Stammtafeln) in: S. Wohlbrück, Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht v. Alvensleben und dessen Gütern. 3 Bde. Berlin 1819-1829.

  • H. Kretzschmar: Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht v. Alvensleben seit 1800 (bis 1930) Ergänzungsband Burg