Haus Erxleben I

 II 18. Friedrich-Johann (Alvo) Werner, Ferdinand Kuno, Sohn von II 11, geb. 21.8.1895 in Hirschberg, Schlesien, gest. 27.4.1950 in Hamburg, verh. 12.7.1921 in Wolfsburg mit Gräfin Gisela v. d. Schulenburg-Wolfsburg, geb. 14.3.1901, in Wolfsburg, gest. 6.12.1975 in Stuttgart. Jüngste Tochter des Grafen Werner v. d. Schulenburg-Wolfsburg und seiner Frau Frieda, geb. Freiin v. d. Bussche-Ippenburg, genannt v. Kessell. Kinder dieser Ehe: II 20, 21, 22

Gymnasium Hirschberg, August 1914 Reifeprüfung in Neuhaldensleben. Fahnenjunker im Königs-Ulanen-Regiment Nr. 13, Juni 1915 Leutnant, 27.3.1919 Abschied aus dem Heeresdienst. Seit 1919 Studium der Land- und Forstwirtschaft in München. Seit Februar 1926 als Erbe seines Vaters Fideikommissbesitzer auf Erxleben I und Eimersleben., auch Erbe des Grafentitels. Ab 1. September 1939, dem Beginn des 2. Weltkriegs, wieder Kriegsdienst als Leutnant, zuerst an der Westfront, später als Ausbilder in der Kaserne. 1945 Enteignung im Zuge der Bodenreform mit Ausweisung aus dem Kreis Haldensleben. Eine neue Heimat fand er in Nippenburg, Gemeinde Schwieberdingen, Kreis Ludwigsburg.

II 20. Gela Elisabeth Gabriele Ursula, Tochter von II 18, geb. 7.4.1922 in Wolfsburg, gest. 13.2.1932 in Wyk auf Föhr.

II 21. Busso Ludolf Werner Alvo Günther, Günther, Sohn von II 18, geb. 25.10.1924 in Wolfsburg, gest. 4.9.1996 in Stuttgart, verh. am 15.9.1951 mit Eleonore Tafel, geb. in Berlin am 1.7.1910, gest. am 24.2.1997 in Stuttgart, Tochter des Arztes und Geographen Prof. Dr. med. Carl Albert Tafel und seiner Frau Henriette, geb. Müller. Die Ehe blieb kinderlos.

Kindheit in Erxleben, Gymnasium Haldensleben, Reifeprüfung, Oktober 1942 Soldat (Reiter der Kavallerie) Beförderung zum Leutnant, EK II schwere Verwundung an der Ostfront (Verwundetenabzeichen). Ab Herbst 1945 Lehre der Landwirtschaft in Lehrensteinsfeld (Würtbg.) mit anschließendem Studium zum Diplomlandwirt 1950 in Stuttgart- Hohenheim. 1951-1953 Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker und Marktforschungsstelle Getreideerzeugnisse , Bonn“. Selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Studiengesellschaft für Information und Fortbildung der CDU in Stuttgart. Ab 1990 Beginn und Versuch einer Wiedereinrichtung der land- und forstwirtschaftlichen ehemaligen Güter Erxleben I u. II, zusammen mit seinen Vettern Albrecht und Joachim, Haus Erxleben II, durch Pachtung und Kauf ehemaliger Liegenschaften. 1971 – 1996 Vorsitzender des Familienverbandes. Ehrenritter des Johanniter-Ordens.

II 22. Dorothee Ilse Renate Asta, Tochter von II 18, geb. am 1.1.1943 in Magdeburg, gest. 6. Juni 2019. Nach der Flucht aufgewachsen in Nippenburg/Württemberg. Gymnasium Ludwigsburg. Verbraucherberaterin in Saarbrücken, 1977 Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde und Beraterin an der Landwirtschaftskammer Rheinland in Heinsberg/Rheinland, später Bearbeiterin von EU-Fördermitteln. Lebte ab 1989 in Grevenbroich-Neukirchen. Dort 1998 Ordinierung als nicht-theologische Geistliche. Stellvertretende Vorsitzende des Familientages.

Nachtrag zu Kretschmar, Seite 17

II 15 Friedrich Vollrath: Sohn von II 5, geb. am 20.1.1869 in Lüneburg, gest. am 16.12.1914 in Graz, verh. 6.6.1912 in Graz mit Hon. Constance Valérie Sophie de Worms, Tochter des Henry de Worms, 1st Baron Pirbright und der Franziska „Fanny“ von Todesco, (verh. in I. Ehe mit Graf Maximilian zu Löwenstein-Scharffeneck), geb. 28.4.1875 in London, gest. 10.10.1963 in London. Kind dieser Ehe II 15a. Gymnasium in Darmstadt und Bensheim. Abitur, Rechtsstudium, Referendar- und Assessorexamen in Berlin. Lebte als Gerichtsassessor und Rechtsanwalt a. D. in Berlin und starb in Graz.

II 15a Michael Werner, Sohn von II 15, geb. 27.7.1912 in Evian-les-Bains, gest. am 1.7.1989 in London. Er studierte und lebte in Berlin, Oxford und Paris unter dem Künstlernamen Michael Werner als Maler und Bildhauer. 1938 ging er nach England und arbeitete während des Krieges für die BBC. Seit 1947 war er als freischaffender Künstler und Dozent an verschiedenen Kunsthochschulen in London tätig. Er wurde an der St. Mark’s Church, Wyke/Surrey beigesetzt.